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Shimadzu investiert in Japans OptQC für optische Quantencomputer
Shimadzu tätigt sein erstes Investment im Bereich Quantentechnologie und beteiligt sich über seinen Corporate-Venture-Capital-Fonds Shimadzu Future Innovation Fund (Shimadzu FIF) am japanischen Start-up OptQC, einem Entwickler optischer Quantencomputer. Wie am 25. August 2026 bekannt gegeben, unterstützt das Investment die Ausgründung der University of Tokyo bei der Entwicklung optischer Quantencomputer, die die Wirkstoffforschung, Materialentwicklung, Halbleiterforschung und weitere rechenintensive Anwendungen jenseits der Möglichkeiten heutiger Supercomputer beschleunigen sollen.
OptQC wurde im September 2024 gegründet und entwickelt optische Quantencomputer auf Basis eines Ansatzes, der ursprünglich von Prof. Akira Furusawa und seinem Team an der University of Tokyo etabliert wurde. Anders als supraleitende Quantencomputer, die extrem niedrige Betriebstemperaturen benötigen, arbeiten optische Quantencomputer bei Raumtemperatur und atmosphärischem Druck, was Energieverbrauch und Betriebsaufwand deutlich reduziert. Das optische System muss zudem nicht signifikant vergrößert werden, wenn die Zahl der Qubits steigt. OptQC wurde 2025 in ein NEDO-Projekt aufgenommen; das erste System wurde im Juli 2026 am japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) installiert.
Shimadzu ordnet das Investment als konsequente Fortsetzung seiner langjährigen Kompetenz in analytischer und messtechnischer Instrumentierung, Spektralphotometern und Laserlichtquellen ein und verweist auf jüngere Photonik-Arbeiten, darunter die im März 2025 eingeführte weltweit erste Strontium-optische Gitteruhr (Aetherclock OC020). Der Shimadzu FIF ist ein Fonds mit einem Volumen von 5 Milliarden Yen (rund 34 Millionen US-Dollar) und einer Laufzeit von zehn Jahren, mit der Global Brain Corporation als General Partner. Das Investment positioniert Shimadzu in einem sich verdichtenden Quantencomputing-Rennen um die Infrastruktur der Wirkstoffforschung neben supraleitenden Ansätzen von IBM Quantum und Google Quantum AI, ionenfallenbasierten Ansätzen von IonQ und Quantinuum sowie weiteren optischen Quantenansätzen von PsiQuantum und Xanadu.
Das kommerzielle Signal ist ein zunehmend konsolidierter Quantencomputing-Wettbewerb um Infrastruktur für Wirkstoffforschung und Materialentwicklung. Das Investment positioniert die analytische Instrumentierungssparte von Shimadzu strategisch in der aufkommenden quantengestützten F&E-Infrastruktur. Zu erwarten ist, dass IBM Quantum, Google Quantum AI, PsiQuantum, IonQ, Quantinuum sowie Pharmapartner wie Pfizer, Roche und AstraZeneca ihre Positionierung in der quantenbasierten Wirkstoffforschung im Verlauf von 2027 und 2028 nachschärfen werden.
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