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Zoetis treibt NGF-Schmerztherapie mit Lenivia und Portela voran
Zoetis hat ein Branchentreffen Ende Oktober in Belgien genutzt, um seine kommerzielle Positionierung rund um das Thema Osteoarthritis-Schmerztherapie bei Haustieren zu stärken. Das Unternehmen wies auf eine erhebliche Unterdiagnose hin und rückte seine NGF-gerichteten monoklonalen Antikörper Lenivia (Izenivetmab) für Hunde sowie Portela (Relfovetmab) für Katzen in den Mittelpunkt. Wie am 5. November 2026 berichtet, bezeichnete das Unternehmen OA-Schmerzen bei beiden Spezies als „stille Epidemie“ und skizzierte eine breitere kommerzielle Perspektive für monoklonale Antikörper (mAbs) bei chronischen Erkrankungen von Haustieren.
Dr. Richard Goldstein, Global Chief Medical Officer und Head of Medical Affairs bei Zoetis, berichtete auf dem Treffen, dass weltweit nur 18 Prozent der Katzen von Tierärztinnen und Tierärzten mit osteoarthritisch bedingten Schmerzen diagnostiziert werden und nur rund die Hälfte der Hunde mit OA-Schmerzen behandelt wird, obwohl etwa 40 Prozent der Hunde Anzeichen von OA-Schmerzen zeigen. Dr. Beatriz Monteiro, Veterinary Operations and Outcomes Research Director bei Zoetis, wies darauf hin, dass lediglich 23 Prozent der Hunde mit OA-Schmerzsymptomen tatsächlich diagnostiziert werden, und benannte Unterdiagnose als die zentrale kommerzielle Einschränkung. Goldstein beschrieb den Nervenwachstumsfaktor (NGF) als schmerzverstärkendes Signal, das in OA-Gelenken erhöht ist; die Senkung von NGF bilde die therapeutische Grundlage für die mAb-Strategie von Zoetis. Scott Knauer, VP Global Therapeutics bei Zoetis, ordnete mAbs als tragfähige therapeutische Plattform ein, mit erheblichem weiterem Potenzial in atopischer Dermatitis, chronischer Nierenerkrankung, Herzerkrankungen und Onkologie.
Dr. Louise Turley, Direktorin von Mulberry House Vets in Berkshire, schilderte ihre Erfahrungen mit Lenivia, das NGF adressiert und mit einer einzigen Injektion bis zu drei Monate Schmerzlinderung bei Hunden bietet. Sie ergänzt dies um ein Protokoll, mit Klientinnen und Klienten sechs Wochen nach der Injektion den Verlauf abzugleichen. Portela liefert bei Katzen mit einer Injektion vergleichbare drei Monate Schmerzlinderung. Dr. Ignacio Calvo, Leiter der Chirurgie am klinisch-tierärztlichen Universitätsklinikum Madrid, betonte, dass eine individuelle Behandlungsanpassung weiterhin zentral bleibe: Nicht jede Therapie funktioniere bei jedem Patienten. Das Treffen feierte zudem das 50-jährige Bestehen des Zoetis-Produktionsstandorts in Louvain-la-Neuve in Belgien (eröffnet 1976 von Syntex, später Pfizer, 2013 an Zoetis übergegangen). Der Standort produziert 838 verschiedene Referenzen an Impfstoffen und biopharmazeutischen Injektabilia, beliefert 116 Länder und fertigte im vergangenen Jahr 41,9 Millionen Vials, darunter sowohl Einzel- als auch Mehrfachdosispräsentationen. Die Skalierung des Standorts untermauert den globalen kommerziellen Rollout der mAbs von Zoetis und bietet erhebliche Produktionskapazitäten für die von Knauer benannte Pipeline chronischer Erkrankungen.
Das kommerzielle Signal ist eine reifende Kategorie der Schmerztherapie bei Haustieren, in der NGF-gerichtete monoklonale Antikörper, vierteljährliche Dosierungsökonomie und systematische Fragebogen-Workflows in der Klientenkommunikation das tierärztliche OA-Management neu gestalten; die Unterdiagnose bleibt die wichtigste kommerzielle Einschränkung. Die Ausweitung der mAb-Pipeline auf chronische Erkrankungen bleibt die mittel- und langfristige Chance. Zu erwarten sind anhaltende Investitionen in die Entwicklung monoklonaler Antikörper für Haustiere sowie ein fortgesetzter Fokus auf OA-Diagnose-Workflows im Verlauf von 2027 und 2028.
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