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Fünf-Sekunden-UV-C senkt Hornhautbakterien in Vet-Studie
Eine britische Veterinärstudie zeigt, dass eine einzige, nur fünf Sekunden andauernde Anwendung therapeutischen ultravioletten Lichts (UV-C) die Bakterienlast bei Hunden, Pferden und Katzen mit mikrobieller Keratitis (MK) deutlich senken kann. Die am 22. Juli 2026 aufgegriffene retrospektive Analyse von Chris Dixon und Gary Lewin, veröffentlicht in Veterinary Ophthalmology, untersuchte den unmittelbaren mikrobiologischen Effekt einer niedrig dosierten 265-nm-UV-C-Bestrahlung auf natürlich auftretende klinische Fälle in einer britischen Überweisungsklinik für Veterinär-Ophthalmologie.
Ausgewertet wurden 34 betroffene Augen von 30 Patiententieren aus den Spezies Hund, Pferd und Katze. Hornhautabstriche wurden jeweils unmittelbar vor und nach einer einmaligen fünfsekündigen UV-C-Behandlung mit einem kommerziell erhältlichen Therapiegerät entnommen und die Bakterienkulturen anschließend miteinander verglichen, um den unmittelbaren mikrobiologischen Effekt zu quantifizieren. Die mittlere Bakterienzahl sank nach der einmaligen UV-C-Exposition um 96,5 Prozent, und nahezu ein Drittel der behandelten Augen war unmittelbar danach kulturnegativ. Mehr als 94 Prozent der Augen erreichten eine Reduktion der Bakterienlast um mindestens 75 Prozent, wobei die Rückgänge über ein breites Erregerspektrum hinweg beobachtet wurden, unter anderem bei Staphylococcus, Streptococcus, Pseudomonas und Coliformen.
Die Autoren bezeichneten den Nachweis einer signifikanten, unmittelbaren Reduktion der Bakterienlast in natürlich auftretenden klinischen Fällen als wichtigen Schritt zur Bewertung der klinischen Anwendbarkeit einer therapeutischen UV-C-Behandlung in der Veterinär-Ophthalmologie. Die Ergebnisse treffen auf ein Marktumfeld, in dem der Druck auf Praxen wächst, den Antibiotikaeinsatz im Sinne der One-Health- und Antimicrobial-Stewardship-Agenda zu reduzieren. Die UV-C-Hornhauttherapie setzt genau an dieser Schnittstelle an und bietet ein schnelles, nicht-pharmakologisches Adjuvans, das die Bakterienlast senken und die Abhängigkeit von topischen Antibiotikaregimen bei Hornhautinfektionen potenziell verringern kann.
Das kommerzielle Signal ist eine im Entstehen begriffene Kategorie photobiotischer Verfahren in der Veterinär-Ophthalmologie, die sich mit der AMR-Agenda der Animal-Health-Branche verzahnt. Sollten weiterführende Arbeiten den unmittelbaren mikrobiologischen Effekt in klinische Ergebnisdaten überführen, ist mit einem Wettbewerb um frühe Adoption durch Anbieter veterinär-ophthalmologischer Geräte und spezialisierte Überweisungspraxen zu rechnen. UV-C-Therapien weisen zudem Anknüpfungspunkte zur humanen Ophthalmologie auf, in der ähnliche Ansätze aktiv erforscht werden.
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