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WHO beschleunigt Amalgam-Ausstieg 2034 in Südostasien
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt Gesundheits- und Umweltbehörden in Südostasien beim beschleunigten Ausstieg aus dem dentalen Amalgam, nachdem 2025 im Rahmen einer wegweisenden Entscheidung beschlossen wurde, quecksilberbasierte Zahnrestaurationen weltweit bis 2034 zu eliminieren. Wie am 12. August 2026 im Nachgang zu einem regionalen WHO-Workshop in Bangkok berichtet wurde, adressiert die Initiative eine regionale Lücke: Nur 19 Prozent der WHO-Länder Südostasiens hatten zum Basisjahr 2024 entsprechende Ausstiegsmaßnahmen eingeführt, gegenüber 31 Prozent weltweit.
Das für 2034 gesetzte Ausstiegsziel wurde auf der sechsten Vertragsstaatenkonferenz des Minamata-Übereinkommens über Quecksilber angenommen und enthält eine klinische Ausnahme, die eine weitere Nutzung von Amalgam erlaubt, sofern eine Zahnärztin oder ein Zahnarzt dies für klinisch notwendig hält. Der Übergang ist eingebettet in den Global Oral Health Action Plan (2023–2030) der WHO, der bis 2030 vorsieht, dass 90 Prozent der Länder Maßnahmen zur Reduktion oder zum Ausstieg aus Amalgam einführen. In Bangkok wurden Politikreform, Finanzierung, zahnmedizinische Aus- und Weiterbildung, Lieferketten sowie das umweltgerechte Management von Amalgamabfall diskutiert. Dr. Catharina Boehme, kommissarische Leiterin des WHO-Regionalbüros für Südostasien, ordnete den Übergang als Chance ein, Gesundheit und Umwelt zu schützen und zugleich eine nachhaltigere Mundgesundheitsversorgung voranzubringen.
Thailand, eines von drei Pilotländern im Rahmen des vom Global Environment Facility geförderten GEF-7-Projekts Phasing Down Dental Amalgam (2023–2026), hat messbare Rückgänge im Amalgameinsatz erreicht, unterstützt durch präventionsorientierte Maßnahmen, verstärkten Einsatz quecksilberfreier Restaurationsmaterialien und verbesserte Systeme zur Abfallbehandlung inklusive Amalgamabscheidern. Dr. Damrong Thamronglaohaphan, Direktor des thailändischen Bureau of Dental Health, ordnete die Erfahrungen Thailands als Beleg dafür ein, dass der Übergang machbar und für die Region richtungsweisend sei. Die WHO betont, dass ein erfolgreicher Ausstieg Investitionen in Prävention, klinische Aus- und Weiterbildung, Lieferketten, Finanzierung und Infrastruktur zur Abfallentsorgung erfordert.
Das kommerzielle Signal ist eine erhebliche Marktchance in der globalen restaurativen Zahnmedizin, während mehr als 190 Länder den Umstieg von Amalgam auf quecksilberfreie Alternativen vollziehen. Hauptprofiteure sind Anbieter von Kompositen, Glasionomeren und bioaktiven Materialien. Zu erwarten ist, dass 3M (Filtek), Dentsply Sirona, Ivoclar (Tetric), VOCO, Kuraray Noritake, GC Corp, Kerr Dental und SDI sowie die Amalgamabscheider-Spezialisten Solmetex und Dürr Dental ihre Positionierung im Verlauf von 2027 und darüber hinaus nachschärfen werden.
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