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Dank des Implantats mit gebogenem Hirnstamm konnte das Gehör wiederhergestellt werden
Derzeit ist eine direkte elektrische Stimulation des auditorischen Hirnstamms über ein Implantat erforderlich, damit Patienten mit einer Schädigung des Innenohrs ihr Gehör wiederherstellen können. Während der Erfolg dieser Implantate bislang begrenzt war, haben Schweizer Forscher ein neues weiches Hörimplantat entwickelt, das sich an die Krümmung des auditorischen Hirnstamms anpasst und das Senden gezielter elektrischer Signale ermöglicht. Das neue Implantat wurde von Ingenieuren der Polytechnischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt und besteht aus biegsamem Platin, das sich nicht verziehen lässt, ohne beschädigt zu werden. Platinelektroden sind mit Silikon ummantelt, und das Team bearbeitete das Metall im Mikrometerbereich mithilfe von Techniken, die bei der Mikrofabrikation von integrierten Schaltkreisen zum Einsatz kamen, um ein sehr nachgiebiges und hochleitfähiges Elektrodenimplantat zu erhalten. "Unser Gerät wäre für alle Arten von implantierbaren Neuroprothesen von Wert, insbesondere für diejenigen, die zur Stimulierung oder Aufzeichnung von Aktivitäten in der Wirbelsäule, im Gehirn und in peripheren Nerven verwendet werden", sagte Stephanie Lacour, Leiterin des EPFL-Labors für weiche bioelektronische Schnittstellen. Das Team von Soft BioElectronic Interface hat mit Klinikern der Harvard Medical School und Massachusetts Eye and Ear zusammengearbeitet, um das Gerät zu entwickeln. Das Implantat wurde derzeit nur an Mäusen getestet und wurde nun für den menschlichen Gebrauch hergestellt. Nach Angaben des Forschers werden derzeit weitere Anwendungen für das Implantat untersucht.
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