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Ein europäisches Photonik-Team entwickelt ein neues Endoskop, um nach ersten Anzeichen von Blasenkrebs zu such

3rd July 2020

Ein europäisches Photonik-Team entwickelt ein neues Endoskop, das detaillierte und nicht-invasive Informationen liefert, um mithilfe von Lasern mit mehreren Wellenlängen zu entscheiden, welchen Grad und welches Stadium ein Tumor in der Blase erreicht hat. Blasenkrebs ist in seinen Anfangszuständen schwer zu erkennen und wird normalerweise bei der Anwendung von weißem Licht übersehen. Darüber hinaus haben Kliniker derzeit Schwierigkeiten, detaillierte und präzise Bilder in der Blase zu erstellen, da Licht nicht tief in das Gewebe eindringen kann. Dies führt zu dunklen und unscharfen Bildern. Die gegenwärtigen Methoden zum Testen von Blasenkrebs umfassen Urinzytologie, Urinanalyse und Urintests auf Tumormarker; Während diese Tests Krebszellen im Urin finden, fangen sie die Krankheit im Anfangsstadium nicht ein. Das neue Endoskop verwendet jedoch Laser mit mehreren Wellenlängen und kann ein Bild aus dem Inneren des Gewebes erstellen, um eine genaue und schnelle Diagnose des Vorhandenseins eines Tumors sowie seines Grades und Stadiums zu erhalten. Das Projekt Amplitude vereint physikalische und medizinische Fähigkeiten, um ein hochmodernes multimodales Bildgebungssystem mit einer endoskopischen Sonde zu schaffen, die eine schnelle Diagnose in einer klinischen Umgebung ermöglicht. Dr. Regina Gymenyuk, die Projektkoordinatorin, erklärte: „Eine gesellschaftliche Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte ist die sofortige Diagnose schwerer Krankheiten. Photonics bietet hervorragende Möglichkeiten, medizinischem Fachpersonal eine fortschrittliche, nicht-invasive Diagnostik zu bieten, mit der Symptome und Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Der multimodale Bildgebungsansatz in Amplitude basiert auf drei Modalitäten, die zusammen präzise und detaillierte Informationen liefern, die zur Bestimmung des Tumorstadiums und -grads erforderlich sind. Das von Amplitude entwickelte System wird das erste Gerät sein, das ein markierungsfreies Verfahren liefert. Dies bedeutet, dass wir die Verwendung von Fluorophoren und deren phototoxischen Wirkungen vermeiden können, die manchmal Zellen schädigen können. Eine Verringerung der Phototoxizität während der Autofluoreszenzbildgebung minimiert die Zellschädigung. Das sogenannte dritte biologische Fenster, ein Bereich von eintausendfünfhundertfünfundfünfzigtausendachthundertundsiebzig Nanometern, wurde noch nicht umfassend untersucht. Während es derzeit möglich ist, diesen Bereich zu untersuchen, würden wir eine Supercontinuum-Laserquelle benötigen, die unerschwinglich teuer ist. Mit den neuen Lasern, die von Amplitude entwickelt werden, können wir diesen Wellenlängenbereich mit kompakten und kostengünstigen Systemen untersuchen. "

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