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Euroimmun-Studie stützt kombinierten Dengue-ELISA-Test

6th July 2026

Euroimmun hat eine neue Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die kombinierte ELISA-Testung von NS1-Antigen und IgM-Antikörpern bei akuten Dengue-Infektionen aus einer einzigen Probe eine Sensitivität von 100 % erreicht. Die am 1. Juli 2026 im Euroimmun-Blog zusammengefasste und in PLoS Neglected Tropical Diseases veröffentlichte Untersuchung stellt zudem ein neues IgG-Assay mit dualem Cut-off vor, das die Kreuzreaktivität mit anderen Flaviviren in dengue-endemischen Regionen reduziert.

 

Eine Infektion mit dem Dengue-Virus (DENV) ist in ihren frühen Stadien schwer zu diagnostizieren, da die Symptome unspezifisch sind und die RT-PCR nur während des kurzen virämischen Fensters nutzbar bleibt. Die serologische Detektion des NS1-Antigens sowie von Anti-DENV-IgM- und IgG-Antikörpern verlängert das diagnostische Fenster, doch die Interpretation wird häufig durch veränderte Biomarker-Profile und durch Kreuzreaktivität aufgrund früherer Flavivirus-Kontakte oder Impfungen erschwert. Die Studie von Euroimmun evaluierte vier ELISAs sowohl in Kombination als auch einzeln, unter anderem an Proben von 22 vietnamesischen, PCR-bestätigten Dengue-Patienten zu mehreren Zeitpunkten sowie an gesunden Spendern und Patienten mit West-Nil- oder Zika-Virus-Infektionen.

Die Kombination aus NS1-Antigen- und IgM-Antikörper-Nachweis erreichte bei der Identifikation akuter Dengue-Infektionen aus einer einzelnen Probe eine Sensitivität von 100 %. Der NS1-Nachweis war in der frühesten Krankheitsphase am wirksamsten, während der IgM-Nachweis mit fortschreitender Immunantwort zunahm und diagnostische Lücken schloss, die bei alleiniger Verwendung eines Markers entstehen. Auf der IgG-Seite arbeitet der neu entwickelte Anti-DENV-NS1-ELISA 2.0 (IgG) mit einem dualen Cut-off-Design, dessen strengerer alternativer Schwellenwert die Spezifität in Kohorten mit WNV oder ZIKV auf 99,5 % anhebt. Das verbessert deutlich die Abgrenzung DENV-spezifischer IgG-Antikörper von kreuzreaktiven Flavivirus-Antikörpern in Regionen, in denen mehrere Flaviviren gleichzeitig zirkulieren.

Das kommerzielle Signal ist eine zunehmende Ausdifferenzierung der serologischen Diagnostik bei tropischen Infektionskrankheiten. Da sich Dengue geografisch weiter ausbreitet und die Ko-Zirkulation von Flaviviren die klassische Serologie verkompliziert, werden panelbasierte Teststrategien mit maßgeschneiderten Cut-off-Werten zunehmend zum Versorgungsstandard. Die Positionierung von Euroimmun gegenüber Abbott, Roche und Bio-Rad im ELISA-basierten IVD-Segment wird durch die in dieser Studie belegten Spezifitätsgewinne gestärkt.

 

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