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RVC-Studie: Pug-Kreuzungen mit deutlichen Gesundheitsvorteilen
Neue Forschung des Royal Veterinary College (RVC) zeigt, dass die Kreuzung von Möpsen mit nicht-brachyzephalen Hunderassen die Atemwegsgesundheit, das Tierwohl und die Tierarztkosten gegenüber reinrassigen Möpsen erheblich verbessert. Die am 10. August 2026 aufgegriffene Studie wurde im Journal Animal Welfare von Cambridge University Press veröffentlicht. Sie vergleicht in einer der ersten direkten klinischen Gegenüberstellungen 150 in Großbritannien gehaltene Familienhunde: reinrassige Möpse, Jugs (Mops × Jack Russell Terrier) und Puggles (Mops × Beagle).
Das RVC-Team rekrutierte in Zusammenarbeit mit Paragon Veterinary Referrals, EviVet Evidence-Based Veterinary Consultancy und Blue Cross zwischen November 2023 und September 2024 insgesamt 150 Familienhunde. Alle Tiere durchliefen eine tierärztliche Untersuchung vor Ort sowie eine Beurteilung anhand des Respiratory Function Grading Scheme (RFGS) auf das brachyzephale obstruktive Atemwegssyndrom. Die Befunde zur Atemwegsgesundheit waren am deutlichsten ausgeprägt: 47,1 Prozent der reinrassigen Möpse wiesen eine schwere Atemwegserkrankung auf, und alle reinrassigen Möpse wurden als atemwegsbeeinträchtigt eingestuft. Alle Jugs und alle bis auf einen Puggle wurden hingegen als unbeeinträchtigt bewertet. Eine schwere Nasenlochverengung trat ausschließlich bei reinrassigen Möpsen auf, und eine Nasenfaltendermatitis betraf 38,3 Prozent der Möpse, war bei Puggles jedoch gar nicht vorhanden.
Halterinnen und Halter reinrassiger Möpse berichteten in 51 Prozent der Fälle über Probleme mit Atmung, Wärmeregulation und Bewegung, gegenüber 2 Prozent bei Jugs und 4,2 Prozent bei Puggles. Die medianen monatlichen Tierarztkosten für reinrassige Möpse (45 £) lagen mehr als viermal so hoch wie für die Kreuzungen (jeweils 10 £). Halterinnen und Halter der Kreuzungen bewerteten die Lebensqualität ihrer Hunde signifikant häufiger als exzellent, wobei die Verhaltensprofile über alle Gruppen hinweg vergleichbar waren. Erstautorin Elizabeth Youens ordnete gezielte Kreuzungen weg von extremen Körperformen als praktikablen Weg zur Verbesserung des Tierwohls ein.
Das kommerzielle Signal ist ein britischer Markt für Heimtiere, in dem der Druck zum Tierwohl bei brachyzephalen Rassen einen Wandel hin zu verantwortungsvollerer Zucht beschleunigt. Für Tierkrankenversicherer ergibt sich bei Kreuzungen ein geringeres Schadenrisiko. Zu erwarten ist, dass Petplan, Bought By Many und More Than ihre Underwriting-Positionierung im Bereich brachyzephaler Rassen nachschärfen, während Zoetis, MSD Animal Health, Elanco und Boehringer Ingelheim weiterhin in Portfolios für brachyzephal-assoziierte Atemwegs-, Haut- und Augenerkrankungen investieren dürften.
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